Neues vom Zündling: Alte Weiber im Sommer.

Gold-gefärbtes Blattwerk an Bäumen.
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Autumn_gradation.jpg von Toshihiro Oimatsu (Stand: 06.10.2020)
Im Nebel ruhet noch die Welt,
noch träumen Wald und Wiesen;
bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
den blauen Himmel unverstellt,
herbstkräftig die gedämpfte Welt
in warmem Golde fließen.

Was Eduard Mörike im Jahr 1827 in Reimform festgehalten hat, können wir mit etwas Glück bald wieder beobachten – und vor allem fühlen. Morgens auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit ist es fast winterlich frisch und feucht und dunkel. Gegen Mittag klart es auf. Am Nachmittag auf dem Nachhauseweg wird es für die Übergangsjacke zu warm und man erwischt sich beim Gedanken, ob man nicht doch noch das wirklich letzte Eis für dieses Jahr in der Eisdiele bestellen soll. Diese Tage, die wie Herbst aussehen und sich wie Sommer anfühlen, stehen uns unmittelbar bevor – und sind nicht nur in Deutschland bekannt.

 

Würden wir unseren Zündling, den Bio-Anzünder für den Grill und den Kamin, in Nordamerika oder Kanada herstellen, wir schwärmten an dieser Stelle vom "Indian Summer" – und auf Englisch. Hätte es uns nach Japan verschlagen, wir spazierten nach der Arbeit in den bunten Laubwäldern und würden es Momijigari nennen – und 紅葉狩り fehlerfrei schreiben.

 

Nun haben wir Glück und dürfen den Zündling in der Eifel herstellen. Dabei umgeben uns Wälder und Wiesen. Wir sind beim "Goldenen Oktober" oder dem "Altweibersommer" ganz nah dran und freuen uns auf das hoffentlich warme Herbstwetter. Dabei bietet das typische Hochdruckgebiet auch die seltene Möglichkeit, den Zündling an ein und demselben Tag als Kamin- und als Grillanzünder zu erleben. Machen Sie den Test. Wir tun es ganz sicher.

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